Tiere und Pflanzen im Moor

Nur noch bis zum 5. November ! 

Dr. Erhard Nerger
Tiere und Pflanzen im Moor.
Betrachten wir heute die Moore des Emslandes, überwiegt in der Wahrnehmung der Tier- und Pflanzenwelt oftmals der Blick in die Vergangenheit: als Birkhühner, Goldregenpfeifer, Brachvögel oder Sumpfohreulen noch zu hunderten in dieser weiten Offenlandschaft heimisch waren. Die vielfältigen und tiefgreifenden Veränderungen, die die Kultivierungen des 19. Jahrhunderts, die Landwirtschaft oder auch der Torfabbau hinterlassen haben, stehen kaum im Fokus der Betrachtung – kurzum: der romantisierende Blick ist zumeist in den Vordergrund gerückt und verklärt eine Landschaft, die dem Naturraum Moor ferner nicht sein könnte. Die Ausstellung zeigt diesen Widerspruch auf und stellt aktuelle Fotografien des Harener Natur- und Tierfotografen Erhard Neger in den Kontext historischer Aufnahmen.

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Jahrzehntelange Abtorfung hat ein neues Landschaftsbild erschaffen

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Mit Wiedervernässungsmaßnahmen gelingt es nur mühsam einen moorähnlichen Zustand erneut herzustellen.

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Das Blaukehlchen, eigentlich ein Vogel busch- und röhrichtbestandener Biotope, findet in von Wasserflächen und Birken dominierten Wiedervernässungen ein attraktives Ersatzbiotop.

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Der Rotschenkel, eigentlich ein Vogel großer Moor-, Feuchtgebiete und Küsten, siedelt dagegen nur zögerlich in den „neuen“ Mooren.

 

Erhard Nerger fotografiert seit Jahren intensiv die heimische Landschaft und Tierwelt. Er ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Tierfotografie, seine Bilder werden regelmäßig in Buch und Zeitschriftenartikeln sowie im Internet veröffentlicht.