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Neuerwerbungen

Dr. W. PH. Schimper: Versuch einer Entwicklungs-Geschichte der Torfmoose (Sphagnum) und einer Monographie der in Europa vorkommenden Arten dieser Gattung, Stuttgart 1858, 96 Seiten mit 27 Kupfertafeln.

Die seit dem ausgehenden 17. Jahrhundert einsetzende Moor- und Torfliteratur kreiste neben der Frage nach einer effizienten Torfgewinnungsmethode, auch um die Ursprünge der Moore. Dazu gab es zwar verschiedene Theorien, doch die schlüssige wissenschaftliche Erklärung mit einem breiten Konsens stand noch immer aus. Heute wissen wir, dass Torfmoose (Sphagnum) die charakteristischsten Arten der Hochmoore und eine der wichtigsten Torfbildner sind. Durch den anatomischen Bau ihrer Zellen wirken Torfmoose wie ein Schwamm. So sind sie in der Lage, das bis zu 30fache ihres Trockengewichtes an Wasser aufzunehmen, um dieses nur langsam an ihre Umwelt wieder abzugeben. Stetig wachsen die Pflänzchen, wobei der untere Teil bedingt durch den Lichtabschluss abstirbt und vertorft. Torfmoose sind dadurch für das Wachstum von Hochmooren von nicht zu unterschätzender Relevanz. Bis zu diesem Stand der Wissenschaft war es ein langer forschungsintensiver Weg. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts konnte mit der einsetzenden Professionalisierung der Botanik als Teilgebiet der Biologie für unser heutiges Verständnis adäquat die Pflanzendecke der Moore erforscht werden.

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