Eingangshalle

Eingangshalle

Die Eingangshalle ist erster Anlaufpunkt für Besucher. Hier befinden sich der Kassenbereich, die Information und der Shop. Erbaut 1982, wurden die Ausstellungsräume 2005 komplett umgestaltet, klimatisiert und modernisiert. Besonderen Wert wurde auf den Barriere freien Zugang aller Ausstellungsbereiche gelegt. Integriert in die Ausstellungshalle ist ein Kino für etwa 60 Besucher, das auch für Vorträge genutzt werden kann sowie die Bibliothek des Museums.

Die 800 m² große Daueraustellung thematisiert die Aufsiedlung der emsländischen Moore im 18. und 19. Jahrhundert, gibt Auskunft über Arbeits- und Lebensbedingungen der Siedler, zeigt wirtschaftliche und soziokulturelle Strukturen auf und erläutert die Entwicklung des Torfabbaus bis zu den Anfängen der industriellen Torfgewinnung im frühen 20. Jahrhundert. Im Erdgeschoss nimmt neben der Geschichte die Flora und Fauna der Moore breiteren Raum ein.

Ausstellungshalle II

Ausstellungshalle II

Im Juni 2010 konnte eine zweite Ausstellungshalle auf dem Gelände des Emsland Moormuseums eröffnet werden. Die Halle ist barrierefrei, alle Ebenen lassen sich über einen Fahrstuhl erreichen. Die Halle hat eine Ausstellungsfläche von 1600 m² und ist klimatisiert, sie nimmt im Zentrum die eindrucksvollen Großobjekte der Firma W. Ottomeyer, bestehend aus dem Tiefpflug „Mammut“, zwei Lokomobilen sowie einem Mannschaftswagen auf.

Die sich über mehrere Ebenen erstreckende Ausstellung zeigt die Geschichte des Emslandplanes, einem Raumordnungsprogramm der 1950er und 1960er Jahre von unvorstellbaren Ausmaßen. Daneben sollen im Obergeschoss des Gebäudes die Geschichte der Torfindustrie seit dem Zweiten Weltkrieg und die Moorökologie sowie die Flora und Fauna der Moore demnächst breiten Raum erhalten. Die Halle verfügt zudem über eine 400 m² große Sonderausstellungsfläche.

 

Außengelände

Außengelände

Das Außengelände des Emsland Moormuseum ist ein attraktiver, 30 ha. großer Landschaftsraum mit landwirtschaftlichen Bereichen, Waldstreifen und einem denaturierten Hochmoor. Das Gebiet ist über Rasenwege, Bohlenwege und einer ca. 3 km langen Feldbahntrasse erschlossen. Auf der Hochmoorfläche finden sich Informationen über die Flora und Fauna der Moore, die Renaturierung von Mooren und die Bedeutung der Moore für das Klima.

In Nachbarschaft zur Eingangshalle liegt der Siedlerhof mit Stallungen und dem Nutzgarten. Wir züchten dort vom Aussterben bedrohte Haustierrassen. Der Siedlerhof wurde von der “Gesellschaft bedrohter Haustierrassen” als Archehof anerkannt. Er beherbergt das Bentheimer Landschaf, das Bunte Bentheimer Schwein, Westfälische Totlegerhühner und die Diepholzer Gänse.

Im westlichen Außenbereich des Moormuseums befindet sich ein zweiständiges Fachwerkhaus aus dem frühen 19. Jahrhundert, wie es für die zweite Generation der Moorsiedler charakteristisch war. Aus abgetragenen Fachwerkbalken abgebrochener Höfe der weiteren Region wurde ein „neuer“, einfacher Hof erbaut. Dem Gebäude sind Buchweizenfeld, Torfstich und Bienenstand zugeordnet.

Wenn das Wetter es zulässt, fährt die Feldbahn in der Zeit von Ostern bis Ende Oktober eines Jahres, Dienstag bis Sonntag um 12:00, 13:00, 14:00, 15:00 und 16:00 Uhr.

Außenstandort im Naturpark

Außenstandort im Naturpark

Der Außenstandort des Emsland Moormuseums im Internationalen Naturpark Bourtanger Moor-Bargerveen verweist auf die heute mitunter schwierige Situation, Restmoorkörper als (Moor)Landschaft zu erhalten.

Das Naturschutzgebiet Geestmoor (NSG WE 269) ist ein erhaltener Hochmoorkomplex, der in den 1950er Jahren zwar zunächst entwässert und für den Torfabbau vorbereitet, dann aber aufgrund neuer Moorschutzgesetze in den 1980er Jahren in den Naturschutz überführt wurde. Der in einem insgesamt 260 Hektar umfassenden Schutzgebiet liegende, ca. 80 Hektar große Restmoorkörper, wurde 2005 wiedervernässt und zeigt heute das typische Bild eines wechselfeuchten Hochmoores. Es finden sich Areale mit Birken und Fichtenbewuchs, ebenso wie ausgedehnte Pfeifengrasstandorte und wechselfeuchte bis feuchte Zonen mit Torfmooswachstum.

Besucher erreichen die Aussichtsplattform des Emsland Moormuseums nach wenigen Kilometern über die Süd-Nord-Str. und einen gekennzeichneten Parkplatz an der Twister Straße. Die Plattform ist ebenfalls über einen Wanderweg (Festes Schuhwerk, Trittsicherheit) ca. 4km zu erreichen. Informationen dazu an der Museumskasse. Geokoordinate Plattform: 52°36’07.0″N 7°10’14.6″E

Beachten Sie bitte bei einem Besuch der Aussenstandorte des Emsland Moormuseums die für Naturschutzgebiete geltenden rechtlichen Bestimmungen!

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