Emslandplan 2.0

Emslandplan 2.0

Emslandplan 2.0 – Nachhaltiges Wassermengenmanagement in die Fläche bringen / Aufgaben des Emsland Moormuseums

Der „Emslandplan“ sorgte ab den 1950er Jahren in ganz besonderer Art und Weise für eine umfassende Raumneuordnung. Die zunächst auf zehn Jahre angelegten, schließlich aber 40 Jahre dauernden Maßnahmen umfassten ein Investitionsvolumen von nahezu zwei Milliarden DM. Die Arbeiten leitete die für diesen Zweck eigens gegründete Kapitalgesellschaft Emsland GmbH. Auf der Basis des vom Niedersächsischen Amt für Landesplanung und Statitik erstellten Raumordnungsplanes für das „Hannoversche Emsland“ koordinierte die Emsland GmbH die Tätigkeiten der beteiligten örtlichen Behörden sowie weiterer staatliche und nichtstaatliche Stellen. Dies umfasste notwendige Planungen und Ausführungsarbeiten, neben der Wasserregulierung die Anlage von Siedlerstellen, Dorfneugründungen, den Straßenbau oder die Flurbereinigung. In der Dauerausstellung des Emsland Moormuseums ist diese Raumneuordnung in seinen Einzelmaßnahmen und Zeitphasen aufbereitet und dargestellt.

Da vor allem der permanente Wasserüberschuss aufgrund der Moore und der nichtregulierten Flüsse (Ems, Hase, Radde, Vechte etc.) bereits in der frühen Neuzeit und Neuzeit immer wieder zu erheblichen Überflutungen und Schäden in Landwirtschaft und den Siedlungen geführt hatte, wurde gerade der Wasserregulierung im Rahmen des Emslandplans große Aufmerksamkeit zuteil. Auf die großen Grundübel angesprochen, wurde von der Bevölkerung der Region immer wieder das Wasser – neben den Mooren – an erster Stelle genannt. Die uns heute interessierenden, seinerzeit geschaffenen Strukturen im Bereich der Wasserregulierung, wurden nach Fertigstellung in die Hände der Wasserverbände, Stadtwerke und/oder Unterhaltungs- und Landschaftspflegeverbände gegeben. Die Landwirtschaft war die größte Gruppe, die direkt und erheblich von den Wasserregulierungen profitierte. Diese seinerzeit über den Emslandplan festgeschriebene Maxim: „Wasser muss weg“ ist bis heute in den Köpfen vieler Akteure verankert und kollidiert bereits dort vielerorts mit Zielen der Nachhaltigkeit und des Naturschutzes.

Das Forschungsprojekt soll:

  1. Historische Planungsgrundlagen und den seinerzeit geführten Diskussionshintergrund erfassen um die getroffenen Entscheidungen im Bereich Wassermanagement besser zu verstehen und einzuordnen. Dazu gehören die Kartengrundlagen, Planungsschriften und auch exemplarisch einige Ausführungsunterlagen im Detail.
  2. Auf der Grundlage der im Hauptprojekt erarbeiteten neuen Daten zum Wassermengmanagement soll die aktuelle Dauerausstellung im Bereich Maßnahmen zur Wasserregulierung/ Wasserversorgung und Abwassermanagement ergänzt werden. Ausgehend von den historischen Verhältnissen, könnte dann dargestellt werden, wie sich der Wasserhaushalt – auch unter Berücksichtigung des Klimawandels – in den letzten Jahrzehnten verändert hat.
  3. Auf der Grundlage der historischen Karten und Planungen und den im Projekt erarbeiteten neuen Daten zum Wassermengenmanagement kann eine computergestützte Informationseinheit erstellt werden, die z.B. in der Dauerausstellung des Museums über einen interaktiven Touchscreen Daten bereitstellt. Hier wäre eine Mischung aus Film, Computeranimation, Fotodatenbank und Interview denkbar, die Einheit sollte eine Schnittstelle aller Informationsmaßnahmen bilden und den Besucher/Nutzer aktiv im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung ansprechen.
  4. Um die Verständlichkeit der doch anspruchsvollen Thematik und der komplexen Prozesse im Bemühen um ein nachhaltiges Wassermengenmanagement zu erhöhen, ist zu prüfen ob die bereits vorhandenen Hochmoor-Wiedervernässungsmaßnahmen auf dem Gelände des Emsland Moormuseums und die derzeit üblichen Entwässerungsmaßnahmen der landwirtschaftlich genutzten Wiesen und Weiden des Museums (beide Spiegeln die Maßnahmen in der Fläche) eingebunden werden können. Dies könnte zum Beispiel durch eine Wetterstation (Kooperation mit dem DWD) und mehrere auf dem Gelände verteilte Grundwasser- und Bodenwassermesststionen geschehen. Die dort gewonnenen Daten würden dann entsprechend aufereitet und verständlich dargestellt in Echtzeit in der Ausstellung ablesbar sein.
Ausstellungsprojekt mit Bürgerbeteiligung: Erinnern und Ausstellen

Ausstellungsprojekt mit Bürgerbeteiligung: Erinnern und Ausstellen

Projekt läuft bereits – Anmeldungen aber noch möglich! Beteiligen Sie sich an einem ganz besonderen Ausstellungsprojekt: Erobern Sie die Depots und Magazine des Emsland Moormuseums auf der Suche nach Ihrer persönlichen Erinnerung, verknüpfen Sie diese mit Ihrem speziellen Foto, Buch, Plan oder besonderem Exponat. Oder bringen Sie ihr ganz persönliches Objekt mit ins Museum. Gemeinsam vereinen wir alle diese, Ihre Erinnerungsstücke, zu einer Sonderausstellung für das Jahr 2023.

Wenn wir den umfangreichen Sammlungsbestand des Emsland Moormuseums den wenigen gezeigten Exponaten in den Ausstellungen gegenüberstellen, drängt sich unwillkürlich der Vergleich mit einem Eisberg auf, der aufgrund seiner Dichte nur etwa 20% seines Volumens (Ausstellung) über die Wasseroberfläche erhebt, während 80% seines Eiskörpers (Depot) unter der Wasseroberfläche schwimmen und unsichtbar ein Ganzes bilden. Während der Bestand in den Ausstellungen zumeist der Aufgabe folgt, einen geschichtlichen Ablauf aufzuzeigen, fristen die Exponate im Depot solange ein Dasein im Dunkeln, bis sie zu einem Forschungsgegenstand werden. Sie hätten die Gelegenheit ein Exponat Ihrer Wahl “zu erwecken”. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie bei unserem Mitmachprojekt dabei wären!

Gerne schon im Museum anmelden, begrenzte Teilnehmerzahl!
Anmeldung: 05937 709990

Wer: Interessierte Bürger/innen, Vereine, Bürger/innen-Initiativen, Migrant/innen- auch deren Selbstorganisationen.

Emsflower Emsbüren

Der Erlebnispark von Emsflower bietet interessante Einblicke hinter die Kulissen von Europa’s größter Beetpflanzengärtnerei. Über 300 Millionen Pflanzen verlassen jedes Jahr die Gewächshäuser! Es lassen sich die automatisierten Produktionsabläufen betrachten, die die Produktion einer solch großen Menge an Pflanzen erst möglich machen. Es gibt einen Tropengarten, im Schmetterlingsgarten hunderte freifliegende Schmetterlinge! Ein großes überdachtes Spielparadies rundet das Angebot ab. https://www.emsflower.de/de/besucher/

Biotop am Speicherbecken Geeste

Biotop am Speicherbecken Geeste

Das “Biotop” am Speicherbecken Geeste ist ein 50 Hektar großes Naturschutzgebiet in der Gemeinde und dem Ortsteil Geeste; es grenzt im Norden an den Staudamm des Speicherbeckens. Das Naturschutzgebiet wurde in den 1980er-Jahren als Ausgleichsmaßnahme für den Bau des Speicherbeckens Geeste angelegt. Im Osten befanden sich Fischteiche, deren Nutzung aufgegeben wurde, an die sich heute eine Sumpfzone anschließt. Westlich davon wurde ein buchtenreiches Gewässer mit Inseln, Steilufern und Flachwasserzonen angelegt, das von einem Ringgraben umgeben ist. An den Ufern des Sees sind Feuchtwiesen, Erlenbruchwald und Röhrichtzonen sowie teilweise Sand- und Kieszonen angelegt worden. Im Nordwesten des Naturschutzgebietes befindet sich ein Aussichtspunkt, von dem aus das Naturschutzgebiet eingesehen werden kann.

Der Parkplatz zum Biotop befindet sich am Wohnmobilstellplatz an der Osterbrocker Straße in Geeste. Als Einkehrmöglichkeit mit kurzer Entfernung bietet sich das Restaurant Zur Krone an. Im Hofladen Holtkötter um die Ecke gibt es regionales Obst und Gemüse.  

Schaapskooi (Schafstall) Weiteveen (Niederlande)

Im Bargerveen eröffnete König Willem Alexander am 27. September 2018 den größten Schafstall der Niederlande. Der Schafstall befindet sich im Dorf Weiteveen, direkt am Rande des Moores. Der Komplex umfasst den größten Stall in den Niederlanden, für mehr als 1.000 Schafe. Ein Viehhof für ca. 110 Rinder, eine Wohnanlage für den Schafzüchter, Geschäftsräume und das Restaurant Bij Wollegras. Besonders sind die 2 Balustraden durch das Dach der Ställe. Dies ermöglicht es Ihnen, die Tiere von oben zu sehen!

https://www.naturpark-moor.eu/erleben/sehenswertes/details/schaapskooi-bargerveen/

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