Im Moormuseum und im Museumscafé gilt die 2G-Regel

Im Moormuseum und im Museumscafé gilt die 2G-Regel

Geeste, 1. Oktober 2021 

Es gelten die aktuellen Regelungen der Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen und die sich daraus ergebenden Maßnahmen für die Region Emsland:
Seit dem 9. September 2021 gelten die 3G-Regeln (geimpft, genesen, getestet), das Museum nutzt ab dem 1. Oktober 2021 die verschärfte Form: die 2G-Regel.
Beim Museumsbesuch legen Sie bitte Ihren Impfausweis oder Nachweis in der App vor, bzw. ein Zertifikat für Genesene (nicht älter als sechs Monate) vor.
Die Regelungen betreffen weder Kinder unter 6 Jahren noch Schüler:innen, die an ihren Schulen regelmäßig getestet werden.

Alle Besuche müssen nach wie vor mit Zeitangabe auf Zetteln dokumentiert werden. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, sich vor Ort über die Corona-Warn-App oder die Luca-App als Besucher des Emsland Moormuseums oder Gast des Cafés einzuloggen.

Im Museum und dem Museumscafé sind die üblichen Corona-Schutzmaßnahmen wie Händedesinfektion einzuhalten.

Fragen beantworten wir gerne über eine Email: kontakt@moormuseum.de oder am Telefon: 05937 709990.

Ihr Museumsteam

 

Emslandplan 2.0

Emslandplan 2.0

Emslandplan 2.0 – Nachhaltiges Wassermengenmanagement in die Fläche bringen / Aufgaben des Emsland Moormuseums

Der „Emslandplan“ sorgte ab den 1950er Jahren in ganz besonderer Art und Weise für eine umfassende Raumneuordnung. Die zunächst auf zehn Jahre angelegten, schließlich aber 40 Jahre dauernden Maßnahmen umfassten ein Investitionsvolumen von nahezu zwei Milliarden DM. Die Arbeiten leitete die für diesen Zweck eigens gegründete Kapitalgesellschaft Emsland GmbH. Auf der Basis des vom Niedersächsischen Amt für Landesplanung und Statitik erstellten Raumordnungsplanes für das „Hannoversche Emsland“ koordinierte die Emsland GmbH die Tätigkeiten der beteiligten örtlichen Behörden sowie weiterer staatliche und nichtstaatliche Stellen. Dies umfasste notwendige Planungen und Ausführungsarbeiten, neben der Wasserregulierung die Anlage von Siedlerstellen, Dorfneugründungen, den Straßenbau oder die Flurbereinigung. In der Dauerausstellung des Emsland Moormuseums ist diese Raumneuordnung in seinen Einzelmaßnahmen und Zeitphasen aufbereitet und dargestellt.

Da vor allem der permanente Wasserüberschuss aufgrund der Moore und der nichtregulierten Flüsse (Ems, Hase, Radde, Vechte etc.) bereits in der frühen Neuzeit und Neuzeit immer wieder zu erheblichen Überflutungen und Schäden in Landwirtschaft und den Siedlungen geführt hatte, wurde gerade der Wasserregulierung im Rahmen des Emslandplans große Aufmerksamkeit zuteil. Auf die großen Grundübel angesprochen, wurde von der Bevölkerung der Region immer wieder das Wasser – neben den Mooren – an erster Stelle genannt. Die uns heute interessierenden, seinerzeit geschaffenen Strukturen im Bereich der Wasserregulierung, wurden nach Fertigstellung in die Hände der Wasserverbände, Stadtwerke und/oder Unterhaltungs- und Landschaftspflegeverbände gegeben. Die Landwirtschaft war die größte Gruppe, die direkt und erheblich von den Wasserregulierungen profitierte. Diese seinerzeit über den Emslandplan festgeschriebene Maxim: „Wasser muss weg“ ist bis heute in den Köpfen vieler Akteure verankert und kollidiert bereits dort vielerorts mit Zielen der Nachhaltigkeit und des Naturschutzes.

Das Forschungsprojekt soll:

  1. Historische Planungsgrundlagen und den seinerzeit geführten Diskussionshintergrund erfassen um die getroffenen Entscheidungen im Bereich Wassermanagement besser zu verstehen und einzuordnen. Dazu gehören die Kartengrundlagen, Planungsschriften und auch exemplarisch einige Ausführungsunterlagen im Detail.
  2. Auf der Grundlage der im Hauptprojekt erarbeiteten neuen Daten zum Wassermengmanagement soll die aktuelle Dauerausstellung im Bereich Maßnahmen zur Wasserregulierung/ Wasserversorgung und Abwassermanagement ergänzt werden. Ausgehend von den historischen Verhältnissen, könnte dann dargestellt werden, wie sich der Wasserhaushalt – auch unter Berücksichtigung des Klimawandels – in den letzten Jahrzehnten verändert hat.
  3. Auf der Grundlage der historischen Karten und Planungen und den im Projekt erarbeiteten neuen Daten zum Wassermengenmanagement kann eine computergestützte Informationseinheit erstellt werden, die z.B. in der Dauerausstellung des Museums über einen interaktiven Touchscreen Daten bereitstellt. Hier wäre eine Mischung aus Film, Computeranimation, Fotodatenbank und Interview denkbar, die Einheit sollte eine Schnittstelle aller Informationsmaßnahmen bilden und den Besucher/Nutzer aktiv im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung ansprechen.
  4. Um die Verständlichkeit der doch anspruchsvollen Thematik und der komplexen Prozesse im Bemühen um ein nachhaltiges Wassermengenmanagement zu erhöhen, ist zu prüfen ob die bereits vorhandenen Hochmoor-Wiedervernässungsmaßnahmen auf dem Gelände des Emsland Moormuseums und die derzeit üblichen Entwässerungsmaßnahmen der landwirtschaftlich genutzten Wiesen und Weiden des Museums (beide Spiegeln die Maßnahmen in der Fläche) eingebunden werden können. Dies könnte zum Beispiel durch eine Wetterstation (Kooperation mit dem DWD) und mehrere auf dem Gelände verteilte Grundwasser- und Bodenwassermesststionen geschehen. Die dort gewonnenen Daten würden dann entsprechend aufereitet und verständlich dargestellt in Echtzeit in der Ausstellung ablesbar sein.
Coronabedingt verschoben! Ausstellungsprojekt mit Bürgerbeteiligung: Erinnern und Ausstellen

Coronabedingt verschoben! Ausstellungsprojekt mit Bürgerbeteiligung: Erinnern und Ausstellen

Beteiligen Sie sich an einem ganz besonderen Ausstellungsprojekt: Holen Sie Ausstellungsstücke aus unserem Depot oder bringen Sie ein persönliches Erinnerungsstück mit ins Museum. Erobern Sie die Depots und Magazine des Emsland Moormuseums auf der Suche nach Ihrer persönlichen Erinnerung, verknüpfen Sie diese mit Ihrem speziellen Foto, Buch, Plan oder besonderem Exponat. Gemeinsam vereinen wir alle diese, Ihre Erinnerungsstücke, zu einer Sonderausstellung für das Jahr 2023.

Wenn wir den umfangreichen Sammlungsbestand des Emsland Moormuseums den wenigen gezeigten Exponaten in den Ausstellungen gegenüberstellen, drängt sich unwillkürlich der Vergleich mit einem Eisberg auf, der aufgrund seiner Dichte nur etwa 20% seines Volumens (Ausstellung) über die Wasseroberfläche erhebt, während 80% seines Eiskörpers (Depot) unter der Wasseroberfläche schwimmen und unsichtbar ein Ganzes bilden. Während der Bestand in den Ausstellungen zumeist der Aufgabe folgt, einen geschichtlichen Ablauf aufzuzeigen, fristen die Exponate im Depot solange ein Dasein im Dunkeln, bis sie zu einem Forschungsgegenstand werden. Jetzt wäre die Gelegenheit dazu. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie bei unserem Mitmachprojekt dabei wären!

Gerne schon im Museum anmelden, begrenzte Teilnehmerzahl!
Ansprechpartner: Dr. Michael Haverkamp 05937 709990
Auftaktveranstaltung im August 2021.

Wer: Interessierte Bürger/innen, Vereine, Bürger/innen-Initiativen, Migrant/innen- auch deren Selbstorganisationen.

Kleinkunst im Museum: Dampf unterm Dach, streitende Hühner, Käse, Katze und Mäuse.

Kleinkunst im Museum: Dampf unterm Dach, streitende Hühner, Käse, Katze und Mäuse.

2021 wird das Museum zur Theaterbühne mit Geschichten für jung und alt, im und ums Emsland Moormuseum. Unter dem Motto „Niedersachsen dreht auf“ bringen wir, gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, von Mai bis September Kleinkunst ins Museum. Geplant ist mindestens ein Theater- oder Musik-Sonntag im Monat. Verbinden Sie mit also den Besuch bei uns mit einer Blues- Session oder Theateraufführung und unterstützen sie so die Kulturszene!

Informationen zu Künstlerinnen und Künstler, den Stücken und den Terminen finden Sie unter www.moormuseum.de/veranstaltungen

Neu in 2021: Entdecker/innentouren durchs Museum

Neu in 2021: Entdecker/innentouren durchs Museum

Wir bieten von März bis Oktober spannende Kinderaktionen zu verschiedenen Museums- und Wissensthemen. Die Kinder erhalten eine Auszeichnung zum Museumsentdecker/Museumsentdeckerin und ein Überraschungsgeschenk. Voraussetzung ist allerdings die Teilnahme an allen Veranstaltungen einer der angebotenen Thementouren.

Die Kinderaktionen vermitteln Wissen auf spielerische Art und laden zum Mitmachen ein. Die Kinder erforschen, lernen, erleben, experimentieren und probieren zusammen mit ausgebildeten Pädagogen/innen die Themenfelder Moor, Energie, Garten, Biene und Streuobstwiese.

Die einzelnen Termine finden Sie im Jahresprogramm, auf der Internetseite bei Veranstaltungen oder Sie rufen uns an: 05937 709990

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